Was ist CI/CD?
CI/CD steht für Continuous Integration und Continuous Delivery/Deployment – das automatisierte Bauen, Testen und Ausliefern von Software. Code-Änderungen werden fortlaufend zusammengeführt, automatisch geprüft und über eine Pipeline kontrolliert in Test- und Produktivumgebungen gebracht.
Auch bekannt als: Continuous Integration · Continuous Delivery · Continuous Deployment · Build-Pipeline
Einordnung: Wofür wird CI/CD genutzt?
Continuous Integration (CI) bedeutet, dass Entwickler ihre Änderungen häufig in einen gemeinsamen Stand zusammenführen, wobei automatisierte Builds und Tests sofort prüfen, ob alles zusammenpasst. Continuous Delivery (CD) sorgt dafür, dass jede geprüfte Version jederzeit ausgeliefert werden könnte; bei Continuous Deployment geschieht die Auslieferung sogar vollautomatisch.
Technisch wird das über eine Pipeline abgebildet – eine definierte Abfolge aus Schritten wie Build, Test, Sicherheitsprüfung und Deployment. In der Microsoft-Welt kommen dafür Azure DevOps Pipelines oder GitHub Actions zum Einsatz.
Beispiel aus der Praxis
Für eine SaaS-Plattform wird jede Code-Änderung automatisch gebaut und getestet. Besteht sie alle Prüfungen, wird sie über die Pipeline zunächst in eine Testumgebung und nach Freigabe kontrolliert in die Produktivumgebung ausgeliefert. So sind Releases nachvollziehbar, wiederholbar und ohne manuelle Fehlerquellen – auch bei kurzer Time-to-Market.
Abgrenzung & Bezug zu smiit
CI/CD ist ein konkreter Baustein der übergeordneten DevOps-Arbeitsweise und wird häufig mit Infrastructure as Code kombiniert, damit nicht nur der Code, sondern auch die Umgebung reproduzierbar ausgerollt wird. Für die Claimity AG hat smiit DevOps-Pipelines aufgebaut, die das automatisierte Ausliefern ermöglichten und maßgeblich dazu beitrugen, die Plattform in nur sechs Wochen produktiv auf Azure zu bringen.
Häufige Fehler & Missverständnisse
- CI und CD werden oft in einen Topf geworfen; Continuous Integration meint das häufige Zusammenführen und automatisierte Testen von Code, während Continuous Delivery bzw. Deployment die Auslieferung betrifft.
- Viele glauben, eine Pipeline allein bedeute schon Continuous Integration; ohne aussagekräftige automatisierte Tests ist es nur ein automatisierter Build ohne echte Qualitätssicherung.
- Es wird angenommen, Continuous Deployment passe für jedes Team; ohne ausgereifte Tests, Monitoring und Rollback-Strategien ist automatisches Ausspielen in Produktion riskant.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Continuous Delivery und Continuous Deployment?
Bei Continuous Delivery ist jede geprüfte Version jederzeit auslieferbar, der finale Schritt in die Produktion erfolgt aber auf Freigabe. Bei Continuous Deployment wird auch dieser Schritt vollständig automatisiert.
Lohnt sich CI/CD auch für kleine Teams?
Ja. Schon eine einfache Pipeline für automatisiertes Bauen und Testen reduziert Fehler und manuellen Aufwand erheblich. CI/CD lässt sich schrittweise einführen und mitwachsen.
Was gehört typischerweise in eine CI/CD-Pipeline?
Eine Pipeline besteht aus aufeinanderfolgenden Schritten, üblicherweise Build, automatisierte Tests, Sicherheitsprüfungen und Deployment in die jeweilige Umgebung. Der genaue Zuschnitt hängt vom Projekt ab, doch das Prinzip bleibt gleich: jeder Schritt ist automatisiert und nachvollziehbar.
Was passiert, wenn ein Build oder Test in der Pipeline fehlschlägt?
Schlägt ein Schritt fehl, stoppt die Pipeline und die Änderung wird nicht weiter ausgeliefert. So gelangen fehlerhafte Stände gar nicht erst in Test- oder Produktivumgebungen, und das Team erhält frühzeitig eine klare Rückmeldung zur Ursache.
Wie hängen CI/CD und Infrastructure as Code zusammen?
CI/CD automatisiert das Bauen und Ausliefern der Software, Infrastructure as Code beschreibt die zugehörige Umgebung. Werden beide kombiniert, lassen sich Anwendung und Infrastruktur gemeinsam reproduzierbar ausrollen, statt die Umgebung manuell vorzuhalten.
Verwandte Begriffe
Quellen & weiterführende Links
Sie möchten dieses Thema in Ihrem Unternehmen umsetzen?
Aktualisiert am · Zurück zum Glossar